
Immer das selbe Thema
Was ist das: Man liegt frühmorgens im Bett und hört durch die verschlossenen Balkontüren das Meer rauschen? a) man hat Halluzinationen, b) ein Tsunami kam mal kurz vorbei oder c) das Wetter ist einfach ganz mies in Matala.
Leider war genau letzteres der Fall: Oben strahlend blauer Himmel, unten in der Bucht tosten die Wogen und an Land bogen sich die Bäume. Und dazu bitterkalt. Übrigens: Das da oben ist wirklich ein Farbfoto.
T-Shirt, Hemd, Pulli, Anorak – irgendwas mit Zwiebel nennt man so was wohl – waren angesagt. „That’s our weather in May“, meine Anastasia, die gute Seele des Hauses achselzuckend beim Servieren des Frühstücks.
Manolis, der Fischrestaurantbesitzer, war gestern beim Abendessen schon etwas brutaler: „Don’t try to swim. If you start on the right side of the beach you will be driven authomatically to the leftside, probably they fish you out dead then.“ Gute Aussichten. Deshalb lies ich das lieber doch. Das Schwimmen meine ich. Der wahre Grund war dann noch eher die Kälte drinnen im Wasser, aber auch draußen.
Ob die Kombo vom Strandputz, die mit dem Sandschieben per Planierraupe vor drei Tagen den Frühling herbeizwingen wollte, zufrieden ist, weiß ich nicht. Alles, was so mühsam herangekart und verteilt wurde, hat das Meer sich wieder geholt. Ich glaube sogar noch ein bisschen mehr. Denn das Wasser reichte teilweise bis zwischen die Liegestühle.
Ich vermute Caterpillar & Co müssen noch mal anrücken, um den Strand ein zweites Mal sommerfein zu machen.
